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#ElfenVsVampire : Die Schlichtung

Ob du mal Ruhe einkehrt? Na wir wollen es hoffen, dass die glitzernden, arroganten Wesen mal von ihrem hohen Ross runter kommen 😀

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Der resolute Sicherheitsbeamte brachte Dorian und die Elfenwesen zu einem gläsernen Fahrstuhl, von dem aus man auf das ganze Einkaufszentrum heruntersehen konnte. An Aussicht genießen, war jedoch nicht zu denken. Dorian hatte sich in eine Ecke zurückgezogen und fixierte von da aus die Elfen mit bösem Blick. Fergulas gab sein bestes, eben diesen Blick zu erwidern, ebenso wie Lani. Nur Amber rieb sich begeistert an der Glaswand des Fahrstuhls.“Sieht aus, als ob Amber fliegt“, quiekte die Katze vergnügt. „Beeindruckt mich wenig“, murmelte Dorian.“Glaubst du uns beeindruckt das, du Miesepeter?“, keifte Fergulas.“Ich dachte, ihr Waldwesen seid so einen Luxus nicht gewöhnt.“Fergulas brach in Gelächter aus. „Du warst noch nie in einer Elfenstadt, oder?Wir sind den Bauwerken der Menschen weit voraus.““Ruhe!“, sagte der Sicherheitsbeamte. Der Fahrstuhl hielt und die Tür glitt zur Seite. Dahinter erwartete sie ein geräumiges Büro, dessen Wände ebenfalls aus Glas bestanden. Aus dem Boden des Raumes fuhren Sitze empor. Auf jedem dieser Stühle saß ein Mensch. Elfen und Vampir fühlten sich wie Angeklagte in einem Prozess. Erst recht, als sie in die ernsten Gesichter des sonderbaren Tribunals sahen.“Wir sind die Schlichter“, sagte eine Stimme. „Die was?“, fragte Lani. Fergulas brachte sie mit einem Ellenbogenhieb zum schweigen.“Das Kaufhaus ist ein Ort des Friedens. So ein kindisches Verhalten wird hier nicht gebilligt.““Aber…“, sagten Dorian und Fergulas wie aus einem Mund. Sie hoben die Finger und zeigten anklagend auf den jeweils anderen, aber die Schlichter ließen sich nicht auf eine Diskussion ein.“Tragt eure Schlichtpunkte vor, Schlichter!“, befahl die Stimme und reihum begannen die Menschen auf den Stühlen zu sprechen.“Hört uns an. Schlichterin Julia Grädler mein Name. Was soll denn das ganze Zinnober…. Ihr solltet Euch nicht gegenseitig bekämpfen sondern eher miteinander arbeiten… sonst werden die Menschen auf euch aufmerksam und das wäre weder im Sinn von den Elfen noch von den Vampiren… also reißt euch zusammen, sonst verratet ihr euch selbst.“ „Ich arbeite nicht mit Elfen zusammen“, sagte Dorian. „Guckt sie euch an. Sie sind … laut und nervig.““Für einen so alten Vampir verhält du dich wie ein beleidigtes Kleinkind“, entgegnete Lani. „Ruhe! Jetzt spricht Schlichterin Sandra Seidel. Wir müssen uns ja nicht lieben, aber wir sind wohl alle intelligent genug, um uns zumindest soweit zu tolerieren, um uns nicht gegenseitig umbringen zu wollen, wir sind ja keine Menschen. Also lasst uns das Kriegsbeil begraben und feiern, dass wir alle besonders sind, jeder auf seine Art.““Auf keinen Fall!“ Darin waren sich Elfen und Vampir einig, doch die nächste Schlichterin mit dem Namen Sabrina Wohlert ließ das nicht gelten. Sie schlug mit der flachen Hand auf die Armlehne, um sich Gehör zu verschaffen.“Normalerweise stehe ich ja auf Krawall, aber mal ehrlich, ihr Stinker würdet mir schon ein wenig fehlen, wenn ihr nicht mehr da wärt und keiner kann so gut wie ihr Menschen fernhalten und die sind ja wohl am schlimmsten. Also lasst uns den Streit vergessen. Weiß so und so nicht mehr, warum wir damit angefangen haben.““Da hat sie einen Punkt. Menschen sind schon recht unzivilisiert“, bemerkte Fergulas. „Aber Vampire? Die sind noch unzivilisierter.“Dorian verdrehte nur die Augen und ging nicht auf die Spitze ein. Manchmal war es sinnvoller, den Mund zu halten.“Ich bin Schlichterin Sabrina Ehrlich: Ihr habt mehr gemeinsam, als ihr denkt, und nicht nur spitze Körperteile! Also auf zur nächsten Bar und Streit begraben!“ „Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber hört, was wir euch noch zu sagen haben. Ich bin Schlichterin Sheila Bibliophil. Hey, ich mag Glitzer eigentlich ganz gerne. Und wir haben doch auch was gemeinsam, naja irgendwie zumindest…ihr habt spitze Zähne, wir spitze Ohren… Also lasst uns alle Vorurteile begraben und noch einmal neu beginnen!?““Damit das klar ist, ich hasse Glitzer“, sagte Fergulas.“Ich ebenso“, stimmte Dorian zu.“Na immerhin sind wir da einer Meinung.““Amber liebt Glitzer.“ „Sehr schön gesprochen, Kollegin. Ich bin Schlichterin Jenny Bolt. Männer! Immer müssen sie sich darum streiten, wer größer ist oder das schnellere Auto hat. Macht nicht ein auf Badman vs. Superman Jeder hat seine Vor- und Nachteile, aber im Grunde sind wir doch alle gleich. Ihr solltet lieber überlegen, ob ihr euch zusammen nicht sogar ergänzt und die Welt besser vor dem Bösen zu schützen. Lasst uns doch zusammen ein paar Dämonen jagen.““Vielleicht brauchst du Hilfe, wenn dir ein Werwolf über den Weg läuft“, schlug Fergulas Dorian vor.Dorian ignorierte ihn.“Zu Guter letzt noch Schlichter Jens Hunsche. Hört mich an. Elfen und Vampire – beide leben extrem lange (oder leben Vampire nicht mehr… ) und beide sind in ihrer Art von anderen geliebt.Also Arschbacken zusammen kneifen und aufeinander zugehen!!““Habt ihr gehört, was die Schlichter euch damit sagen wollen?““Ja.““Dann nehmt es euch zu Herzen und HÖRT AUF UNSER KAUFHAUS zu demolieren.““Ja ist gut“, nuschelte Fergulas und weil er das Gefühl hatte, dass das von ihnen erwartet wurde, hielt er dem Vampir seine Hand in. Der ergriff sie, wenn auch widerwillig. Ob die beiden ihre Streitigkeiten wirklich dauerhaft beigelegt haben, bleibt abzuwarten. Aber dieses erste „Battle“ wäre überstanden. Beide Seiten mussten übrigens für den Schaden aufkommen, was dem Vampir ein müdes Achselzucken entlockte, bevor er seine Kreditkarte zückte.

 © Sandra Florean (FB/Blog) & Caroline Brinkmann (FB/Blog)

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Caroline Brinkmann und Sandra Florean bedanken sich bei allen Teilnehmern und drücken die Daumen, dass nun endlich Ruhe ist 😉

DANKE AN ALLE, die mitgemacht haben 🙂

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2te Szene #ElfenvsVampire

Zwar etwas spät, aber besser als nie 😉

Hier die Zweite vampirische Szene 😀 Auf in den Kampf Dorian, mach diese arroganten Spitzohren fertig!

Kopfschüttelnd verließen wir den Blumenladen. Elendes Elfenpack! Obwohl mir der Spaß vergangen war, begleitete ich James bei seinen weiteren Besorgungen. Bei Brooks Bros., einem Herrenausstatter, kam mein Elan langsam wieder. Ich hatte hier schon das ein oder andere Hemd gekauft und da ich in letzter Zeit einen ziemlichen Verschleiß hatte – Blut lässt sich nur sehr schlecht vollständig herauswaschen – sah ich mich nach einem weiteren Exemplar um. Albernes Gekicher ließ meine Laune schlagartig wieder in den Keller sinken. Ich drehte mich um und entdeckte sie an dem Regal mit den Schlipsen. Kichernd grabbelten sie mit ihren kleinen Fingern alle an, wobei einige zu Boden fielen, was sie jedoch herzlich wenig interessierte. Ich sah mich genervt nach einer Verkäuferin um, entdeckte aber keine. Auch James war in eine der geräumigen Umkleidekabinen verschwunden.

„Wenn ihr schon nichts kaufen wollt, dann lasst eure Pfoten davon!“, rief ich und funkelte sie böse an. Dümmlich grinsend drehten sich die Nichtsnutze um.

„Lass mich in Ruhe!“, rief das Eine. „Oder lasse dir Pilze aus den Ohren sprießen.“

Für einen Moment war ich tatsächlich sprachlos. Sollte das etwa eine Drohung sein? Langsam ging ich näher und ließ das Dunkle Blut meine Augen und Adern schwarz färben.

„Du drohst mir, du Clown?“

„Ich habe keine Angst, Bleichgesicht.“ Frech oder todesmutig, ich war mir da nicht sicher. Die andere Elfe hob die Hände und fuchtelte albern damit herum, als wollte sie mich damit verjagen. Mann, die waren ja sogar noch beschränkter, als ich gedacht hatte. Das kommt davon, wenn man sonst nur in Wäldern und Büschen hauste. Denen würde ich Respekt beibringen. Das hier war ein Herrenausstatter von sehr gutem Ruf – und kein lustiges Fang-den-Flauscheball im Garten. Ich war nun wahrlich kein Prinzipienreiter, aber es gab Dinge, die gehörten sich einfach nicht. Und als waschechter Engländer hasste ich schlechtes Benehmen. Und dazu gehört auch, vor einem höhergestellten Wesen in Jackie-Chan-Manier mit seinen dreckverschmierten Diebesfingern herumzufuchteln.

Ehe ich das alberne Gehampel stoppen konnte,  verdunkelte Nebel meine Sicht. Mitten im Einkaufszentrum! Erstaunlich. Sie können also doch nicht nur Blumen essen. Angst machte es mir allerdings nicht, falls sie es darauf abgesehen hatten. Ich wollte ihnen schon eine weitere Drohung entgegen werfen, als der Boden unter mir nachgab und ich ein Stück in den mit einem Mal nachgiebigen Parkett einsank!

„Was zum Teufel …!“ Überrascht sah ich mich um. Das konnte doch wohl nicht wahr sein! War das ein Zauber? Es musste einer sein, denn eben war der Boden noch, wie er sein sollte. Fest. Vermaledeiter Elfen-Hokuspokus! Damit würden sie mich jedoch nicht lange aufhalten. Ich konnte aus dem Stand auf das Dach eines fünfstöckigen Hauses springen. Alberner Elfenzauber hielt mich nicht auf! Ich fühlte keinen festen Grund unter den Füßen, also stützte ich mich mit den Händen ab und kam mit einer kraftvollen Bewegung frei.

„Beweg dich, Alania!“, schrie der Jackie Chan für Blumen. „Wir hauen ab.“

Noch im Sprung setzte ich den Flüchtenden nach, riss dabei ein paar Kleiderständer um, bekam aber den Armfuchtler zu fassen. Ich packte ihn am Kragen und riss ihn zu Boden. Dann ließ ich meine Augen dunkel werden.

„Du wagst es, mich anzugreifen? Mich?!“ Mit meiner Todeswelle brachte ich ihn zum wimmern. Er heulte wie ein kleines Mädchen – vielleicht war er sogar eins, bei diesen Spitzohren wusste man nie -, also zerrte ich ihn wieder hoch. „Ihr verfluchtes namentanzendes Glitzerpack habt keine Ahnung, mit wem ihr euch angelegt habt.“

Kaum stand ich, sprang mich die andere Elfe an und das Katzenviech hieb nach meinem Hosenbein. Mit einem Tritt schleuderte ich es von mir und griff mir den anderen Angreifer. Endlich löste sich dieser sonderbare Nebel auf.

„Lass ihn in Ruhe!“ Die andere Elfe trat mir unversehens gegen das Schienbein. Auch die Katze war zurückgekommen und biss mir in die Wade. Wütend knurrte ich sie an.

„Bein schmeckt ekelig“, knurrte sie zurück. „Amber Vegetarier.“

„Dann schlitze ihn nur auf!“, rief das Spitzohr.

„Geht nicht! Krallen neu lackiert!“

Stöhnend verdrehte ich die Augen. Das konnte doch wohl alles nicht wahr sein. Ich schüttelte den haarigen Angreifer ab. Plötzlich veränderte sich der Luftdruck, dass mir die Haare zu Berge standen. Ich hasste Magie! Ohne ersichtlichen Grund brachen Regale zusammen, Anzüge wurden im hohen Bogen durch die Luft geschleudert und Schaufensterpuppen und Krawattenständer flogen in einem wilden Tanz durcheinander. Es sah aus, als würde ein unsichtbarer Wirbelsturm durch den Laden fegen. Ein greller Lichtstrahl brach daraus hervor. Ich konnte gerade noch den Blick abwenden, ehe er mich blendete. Schmerz durchzuckte meine Finger, und ich sah überrascht auf. Der Elf hielt plötzlich ein Schwert in der Hand und hieb nach mir.

„Au!“ Erschrocken ließ ich ihn los und er stürmte davon. Ich griff nach dem Regal neben mir, riss eine Latte heraus und warf es ihm zwischen die Beine. Mit einem ungelenken Plumps ging er zu Boden. Das Schwert glitt ihm aus der Hand und blieb in einem Haufen Socken stecken. Mittlerweile hätte ich wütend genug sein müssen, um das gesamte Einkaufszentrum den Erdboden gleich zu machen, doch diese Situation entbehrte nicht einer gewissen Komik. Außerdem musste ich gestehen, dass mich dieser wenn auch sehr ungleiche Kampf auf erquickende Weise belebte. Schon immer weckte ein schönes Gemetzel sämtliche Lebensgeister in mir. Sofern sie bei mir untotem Geschöpf noch zu hießen. Mit einem Satz war ich bei dem zitternden Elfen und zerrte ihn hoch. Er sah mich angsterfüllt an. Endlich war ihm das alberne Gekicher vergangen. Erneut ließ ich meine Augen dunkel werden.

„Ihr hättet in eurem Wald bleiben sollen.“

„Keine Bewegung und lassen Sie den Mann los. Sir!“ Ich sah auf und direkt in den Lauf einer Handfeuerwaffe. Der Sicherheitsbeamte hinter dieser Waffe war nicht mehr der Jüngste, wirkte aber fest entschlossen, mir nun endgültig den Tag zu vermiesen.

„Sonst was?“, fragte ich und entblößte in einem diabolischen Grinsen meine Fangzähne.

„Sonst blase ich dir ein Loch in den Schädel“, erwiderte der Mann überraschend selbstsicher. „Lass ihn los und dann werdet ihr schön mitkommen. Alle beide. Ich hab genau gesehen, was ihr hier veranstaltet habt. Und das werde ich auf keinen Fall dulden. Nicht in meiner Schicht. Verstanden? Und nun hört auf, euch wie alberne kleine Kinder zu benehmen!“

Überrascht sah ich den Kerl an, und auch der Elf hob fragend den Kopf. Der Mann blickte entschlossen zurück.

„Diese Fehde zwischen Vampiren und Elfen hängt mir langsam zum Hals heraus. Wir werden das jetzt klären. Ein für alle mal!“

©Sandra Florean – Blog – FB / Caroline G. Brinkmann – BlogFB

 

Da hat´s die Streithähne ja eiskalt erwischt. Ob und vor allem wie es dem Wachmann gelingt, sie zu versöhnen, lest ihr nächste Woche.

Hier nochmal die Elfen vs Vampir – Teilnehmer 😉

Erste Szene !

Puh, ob so’n komischer Elf mit seinen spitzen Ohren überhaupt gegen Dorian ankommt? Was meint ihr?

#ElfenvsVampire

Das ist er, der Star der Nachtahn-Reihe: Dorian Fitzgerald. Allerdings ist er alles andere als ein glitzernder Schmusevampir.

Sein Schöpfer, Gerald Baffour, brachte ihm bei, dass nicht jeder die Dunkle Gabe, die Unsterblichkeit, verdient. Diesem Erbe ging er die vergangenen sechshundert Jahre nach und erwarb sich so den zweifelhaften Ruf des Vampirkillers. Die Vampire fürchten ihn. Nicht zuletzt, weil es ihm wie keinem anderen gelungen ist, sich seiner Zeit anzupassen und einen Platz darin zu finden. 

Dorian ist kein altmodischer Rüschenhemdvampir, sondern steht auf schicke Anzüge, schnelle Autos, Superheldenfilme und ist sie auch nicht zu fein, in den Social Networks dieser Welt sein Unwesen zu treiben. Er ist mit unvergleichlichen Fähigkeiten ausgestattet (wie es dazu kam, könnt ihr in den Büchern nachlesen 😉 ), was ihn hin und wieder schon etwas arrogant macht. Er hatte allerdings eine gefühlvolle und sehr loyale und verletzliche Seite. Immerhin hat ja alles zwei Seiten. Aber natürlich zeigt er sie nicht jedem. Vor allem nicht namentanzenden albern kichernden Spitzohren wie Carolines Elfen.

Zum ersten Mal trafen die beiden Streithähne in einem Einkaufszentrum aufeinander. Davon kann Dorian euch selbst berichten:
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Ich schaltete den Motor aus und sah auf die Uhr. „Acht Minuten schneller als sonst!“

James tastete mit zittrigen Händen nach seinem Sicherheitsgurt. „Ich bin begeistert,Sir.“

Ich drehte mich zu ihm um. Er war ein bisschen grün um die Nase.

„Höre ich da Zynismus, James?“, fragte ich.

„Keineswegs, Sir. Keineswegs. Ich möchte jedoch darum bitten, die Rückfahrt selbst zu übernehmen. Wenn es Ihnen nichts ausmacht. Sir.“

Lachend stieg ich aus. James folgte meinem Beispiel mit sehr bedachten Bewegungen.

„Wie Sie wollen, James.“

Wir fuhren mit dem Lift aus der Tiefgarage hinauf ins Einkaufszentrum und ließen uns schweigend von der scheußlichen Kaufhausmusik berieseln. Manchmal fragte ich mich, nach welchen Kriterien diese Titel ausgesucht wurden. Und von wem. Meine Großmutter würde schwungvollere Musik hören, würde sie noch leben!

„Ich möchte auch noch in den neuen Blumenladen und Louisa einen Strauß kaufen“, sagte ich, als wir der Todesmusik entkommen waren.

James Übelkeit schien überstanden, und er nickte leicht mit dem Kopf. Es war das erste Mal, dass mein Butler und ich zusammen einkauften, und ich wurde den Eindruck nicht los, dass er nicht ganz so viel Freude daran hatte wie ich. Dabei fand ich es sehr lehrreich, ihn dabei zu beobachten, wie er fachmännisch Lebensmittel einkaufte, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte.

Der Blumenladen war bis auf zwei weitere Kunden leer. Wobei ich diese Kundschaft nicht als solche betitelt hätte.

„Elfen“, zischte ich James zu und beobachtete die beiden feingliedrigen Gestalten, wie sie sich alles aufmerksam ansahen und dabei dümmlich grinsten.

Ich mochte Elfen nicht. Sie waren ein albernes, kindisches Volk, das keine Minute stillhalten konnte, alles an grabbelte und laufend bescheuerte Lieder sang. Zappelnd und kichernd kamen sie näher, und ich räusperte mich vernehmlich, da der kleine Floristenladen kaum genug Platz zum Ausweichen bot.

„Aufgepasst! Ich muss doch sehr bitten. Hier gibt es noch andere Kunden. Kunden, die auch bereit sind, etwas zu kaufen. Verfluchtes Elfenpack.“ Ich trat hastig einen Schritt zurück und strich mir den Anzug glatt.

„Alles in Ordnung, Sir?“, fragte James.

Ich nickte missgestimmt auf die beiden Gestalten. „Sie haben sogar eine Katze dabei. Ist das zu fassen?“

„Na super. Auch das noch. Der Tag wird immer besser“, grummelte der Elf mit dem grünen Mantel. Vielleicht war es auch ein Mädchen, so genau kann man das bei den Elfen immer nicht erkennen.

„Wenn wir dich stören, dann geh halt woanders glitzern, Mister Reißzahn“, rief mir das andere Elfenwesen frech zu.

„Amber liebt fluffige, puffelige Pflanze.“ Das war die Katze. Dieses sonderbare Elfenvolk hatte sogar sprechende Katzen? Das wurde ja immer schöner!

„Mister Reißzahn?“, knurrte ich. „Ich hör wohl nicht richtig. Verschwindet zurück in euren Wald. Oder gibt es da keine Blumen mehr? Habt sie schon alle aufgegessen, was?“

„Oh, da hat jemand Zitronen zum Frühstück gegessen…“ Das dunkelhaarige Elfenwesen verschränkte die Arme.

„Vampire essen keine Zitronen. Vampire trinken Blut“, sagte die Katze.

„Ja und bestimmt kein Tierblut.“

„Vampire nämlich auch Vegetarier.“ Die Katze nickte

„Wir sollten gehen.“ Der Elf in dem grünen Mantel machte Anstalten, den anderen wegzuziehen, doch er oder sie dachte nicht an Rückzug. „Das Bleichgesicht sollte gehen.“ Es schob die Unterlippe vor. Störrisch wie ein Esel. Die wussten wohl nicht, was gut für sie ist.

Ich schnaubte. „Ich werde nirgendwo hingehen. Das hier ist meine Stadt. Mein Zuhause! Verschwindet zurück in euren Wald und tanzt eure Namen oder was ihr sonst so zu tun habt.“

James räuspert sich. „Ich an Ihrer Stelle würde tun, was Mister Fitzgerald sagt.“

„Geht’s noch? Hab ihr nicht was besseres zu tun, Mister Das-ist-meine-Stadt? Jungfrauen reißen, oder so?“

Ich starrte die frechen Elfe wütend an und ließ sie eine Dosis meiner Todeswelle spüren.

„Lass gut sein, Lani“, mahnte der Blonde mit dem Umhang. „Aber die glitzernde Charmeur- Leiche hat angefangen.“

Maulend und murrend wie kleine Kinder verließen sie den Laden, und ich drehte mich weg. Verdammtes Elfenpack. Konnte einem den ganzen Tag vermiesen!

Ich beugte mich vertraulich zu der jungen Verkäuferin. „Sie sollten diese Individuen nicht in Ihrem Laden herumlungern lassen. Sie verschrecken die Kundschaft und kaufen ja doch nichts. Schönen Tag noch.“
 

(c) Sandra Florean – Nachtahn-Reihe

 

Sandra FloreanFB-Seite

Caroline G. Brinkmann – FB-Seite

Elfen vs Vampir – Teilnehmer ;-)

Ankündigung…

#ElfenVsVampire

Caroline G. Brinkmann und Sandra Florean laden ein.

Eine epische Schlacht wird beginnen.

Werden die Elfen oder doch die Vampire gewinnen?

Wir haben uns dazu entschlossen ein Teil dieser Schlacht zu werden.

Wie? Das erfahrt ihr, wenn es soweit ist.

Tatjana und auch ich haben uns für die Seite der Vampire entschieden…. Aber wie entscheidet ihr? Lieber die Seite der Elfen? Oder doch Vampir? Ja vielleicht sogar Schlichter sein, weil ihr euch nicht für eine Seite entscheiden wollt?

Seid dabei, wenn zwei Autorinnen ihre Protagonisten aufeinander treffen lassen & genießt die Show.